Rezension zu: Ein Holländer zum Frühstück (Tina Tannwald)

Titel der Rezension „An die Nordseeküste raus aus dem Alltag“ / 5 Sterne


Lucy flüchtet mehr oder weniger aus dem Ruhrgebiet und aus ihrem eingefahrenen Leben mit Bernd in ein holländisches Küstenörtchen. Dort macht sie unfreiwillig, weil sie am Strand im Sand umknickt, mit Kees und Marten sowie Lis Bekanntschaft.

Wer Holland, Amsterdam, Segelschiffe, Strände und Nordseeatmosphäre mag, der ist bei dieser Geschichte genau in der richtigen Gegend gelandet. Und auch die "Holländer" mit ihrer herzlichen Offenheit und temporären Unverblümtheit sind treffend beschrieben. Lis, Marten, Wiebke und Arie werden zu guten Freunden und mit Kees dauert das ein klein wenig länger. Zwischen Lucy und Kees ist von Beginn an eine gewisse Anziehung gegeben und doch scheint es nicht so geradlinig zu laufen.

 

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem auch weil die Protagonisten mitten im Leben stehen, Erfahrungen mitbringen und mal nicht vor dreißig sind. Der Liebe seines Lebens zu begegnen passiert nicht in jungen Jahren, sondern kann genauso mit um die Vierzig schön, spannend, kribbelig und aufwühlend sein. Der Schreibstil sagt mir zu, die Geschichte selber hat ein sehr angenehmes Erzähltempo. Und bei den Landschaftsbeschreibungen hatte ich durchaus das Gefühl die Wellen zu sehen, die salzige Luft zu schmecken und den Wind zu hören.

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